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  BEISER GmbH & Co KG
   
  20.06.2012 - Artikel in der Vorarlberger Wirtschaftspresseagentur  
  20.06.2012 Vorarlberg Industrie

Beiser Galvanik ist 2011 um zehn Prozent gewachsen
Wachstumstreiber war der wichtigste Kunde Blum Beschläge - 1,2 Millionen Euro wurden investiert - das Werk II in
Rankweil wird aufgelassen
Götzis (Wirtschaftspresseagentur.com) - Der Galvanikbetrieb Beiser GmbH & Co KG mit Stammsitz in Götzis hat im
Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 11,3 Millionen Euro erzielt. Das ist ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber
2010, wie der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Beiser im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com
erklärte. Preiserhöhungen hätten bei diesem Wachstum eine nur sehr untergeordnete Rolle gespielt, die Entwicklung
sei vornehmlich organischer Natur gewesen. Hauptverantwortlich für die Zuwächse sei insbesondere der wichtigste
Hauptkunde Blum Beschläge, mit dem Beiser annähernd 85 Prozent des Geschäftsvolumens erziele. Aber auch von
anderen Kunden wie Doppelmayr, Liebherr oder Hilti habe man vermehrt Aufträge erhalten.
Auftragslage mit starken Schwankungen
Beiser Galvanik ist auf die galvanische Veredelung von Oberflächen spezialisiert. Dazu gehören unter anderen
Bearbeitungsmethoden wie Versilbern, Vergolden, Vernickeln, Verzinken und Chromatieren. Der Löwenanteil der
Kunden stammt aus Vorarlberg. Die Ertragssituation bezeichnete Jürgen Beiser für 2011 als positiv und
zufriedenstellend, Detailzahlen wurden nicht genannt. Als auffällig gegenüber den Jahren vor der 2008-er Krise
nannte Beiser die immer deutlicher ausfallenden Schwankungen in der Auftragslage. "Wir müssen immer flexibler
werden und auch kurzfristige Auftragseingänge abwickeln können. Die Planbarkeit der Produktionsauslastung ist
generell rückläufig und das stellt uns vor große Herausforderungen", so Beiser.
Wachstum verlangsamt sich 2012
Aktuell sei man hinsichtlich der Auftragslage an der Kapazitätsgrenze. Er sei sich jedoch sicher, dass auf diese
Auftragsspitzen wieder sehr rasch eine Zeit mit rückläufiger Nachfrage komme. Für das laufende Geschäftsjahr 2012
erwartet Jürgen Beiser einen Umsatz von ungefähr zwölf Millionen Euro, ein Plus von zwei bis drei Prozent. "Ein
Wachstum in der Größenordnung von 2011 wird es heuer voraussichtlich nicht mehr geben."
Millioneninvestitionen für Reduktion des Energieverbrauches um mehr als zehn Prozent
Im Geschäftsjahr 2011 hat Beiser Galvanik in Götzis mehr als 1,2 Millionen Euro insbesondere in Maßnahmen zur
Energieeinsparung sowie für Effizienzsteigerungen, Roboteroptimierungen und Automatisierungen investiert. So
wurde etwa das Dach saniert und eine Hochtemperatur-Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung in Betrieb
genommen. Dadurch könne Beiser pro Jahr rund 1,5 Millionen Kilowattstunden an Energie einsparen, was mehr als
zehn Prozent des Gesamtenergieverbrauches entspreche. "Wir haben damit unsere Hausaufgaben gemacht und
unseren Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauches im Rahmen unserer Möglichkeiten als Familienbetrieb
geleistet", so Jürgen Beiser und seine Frau Birgit Elke Beiser.
Standort Rankweil (Werk II) wird geschlossen
Beiser Galvanik wurde 1924 gegründet und gehört mehrheitlich Jürgen Beiser. Seine Schwester Karin Erhart hält ein
Sechstel der Anteile. Das Unternehmen beschäftigt 46 Mitarbeiter und bildet zwei Lehrlinge aus. Der zweite
Produktionsstandort in Rankweil, das Werk II, wird derzeit aufgelassen. Dort war seit 2003 nach einer
Firmenübernahme die Handgalvanik angesiedelt. Die noch benötigten Maschinen und Anlagen sowie die fünf
Mitarbeiter werden nach Götzis verlegt. Das Gebäude in Rankweil soll danach verkauft werden. (gübi)
 
     
  C426659_320620_wpa_Beiser 2011 um 10% gewachsen.pdf